01.05.2009 | Wanted Ausgabe 2/Mai 2009

Innovatives Composite Tooling

In der Fertigung der anspruchsvollen Composites setzt FACC verstärkt auf neue Technologien und Verfahren. Verwendet man bislang vorwiegend riesengroße "Backöfen" zum Aushärten und Verpressen der Faserverbundwerkstoffe, sogenannte Autoklaven, so hat man gemeinsam mit der deutschen Firma Qpoint Composite ein neues Verfahren und die dazugehörigen Anlagen entwickelt. Mit Self Heating Composite Tooling, so der Name der neuen "Wunderwaffe", soll das Aushärten der Bauteile wesentlich zeit- und kostensparender ablaufen. "Mit den neuentwickelten Verfahren sind wir am aktuellen Stand der Technik und werden dies in absehbarer Zeit bei weiteren Projekten, soweit technisch möglich, einsetzen. Unser Ziel ist es, die Verarbeitung mit dem doch recht aufwendigen Autoklavenverfahren zu reduzieren.", sagt Gernot Feldbauer, verantwortlicher Material und Prozess-Ingenieur bei FACC.

Mehrere Vorteile sprechen für Self Heating Composite Tooling: Durch eine aktive elektrische Beheizung des Werkstoffs über das Tooling, sowie eine lokal definierbare Heizleistung ist das Verfahren sehr zeitsparend. Auch das Nacheinander-Befüllen des Autoklaven fällt weg, da bei Self Heating Composite Tooling die Bauteile direkt an Ort und Stelle ausgehärtet und mehrere Anlagen unabhängig voneinander betrieben werden können, was eine deutliche Verbesserung der Produktionsflexibiliät bedeutet. Der reduzierte Energieverbrauch und die deutliche Verringerung der Taktzeit führen auch zu wesentlich reduzierten Kosten. Derzeit stehen bereits vier Fertigungslinien mit je acht Werkzeugen solcher Self Heating Anlagen für das Composite Tooling bei FACC, einige weitere sollen noch folgen.

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